Ausflüge am Nil
Nilkreuzfahrt Ausflüge
Seit jeher übt der durch Ägypten verlaufende Fluss Nil eine große Faszination auf die Menschen aus. Faszinierende Grabstätten, heilige Tempel und beeindruckende Monumente, erbaut von den längst vergessenen Völkern des alten Ägyptens, all das ist in den Städten und Dörfern an den Ufern dieses magischen Gewässers zu bewundern.
Nicht nur für Kulturbegeisterte hält der Fluss ,um den sich viele Mythen drehen, viele sehr lohnenswerte Ausflugsziele bereit.
Diese große Vielfalt an Sehenswürdigkeiten rund um den Nil macht es jedermann möglich auf den Spuren der uralten Völker Ägyptens deren Legenden zu erkunden.
Das Tal der Könige
Das am Rande der Wüste in Theben-West befindliche Tal der Könige war eine Nekropole -oder Totenstadt- des alten Ägyptens, in der bis heute 63 Gruben und Gräber aus der Zeit des neuen Reiches (1539-1100 v. Chr.) gefunden und erforscht worden.
Die zahlreichen Grabkammern von alten Pharaonen und deren Angehörigen beeindrucken durch ihre Größe und tolle Verzierungen. Den bekanntesten Fund des Tales stellt sicherlich das 1922 von Howard Carter entdeckte Grab des Pharaos Tutanchamun dar, welches im Gegensatz zu vielen anderen Kammern nicht durch Grabräuber beschädigt wurde.
Dieses Tal am Westufer des Nils, stellt sicherlich eines der faszinierendsten Ausflugsziele dar, welches bei keinem Ägyptenbesuch fehlen sollte.
Philae Tempel
Die kleine Insel Philae, wurde aufgrund der auf ihr erbauten Tempelstadt auch als "Perle des Nil" bezeichnet.
Doch als die Insel samt des Tempels wegen Überflutungen durch den Nassersee drohte unterzugehen, wurde das Heiligtum in den Jahren 1972 bis 1980 auf die benachbarte Insel Agilkia versetzt, wo es nun in voller Pracht steht. Trotz der Umsiedlung gilt das Heiligtum als eine der drei besterhaltenen Tempel aus der Zeit der Ptolemäer.
Die Tempelanlage wurde der Göttin Isis geweiht. Eine Legende besagt, dass Isis auf Philae das Herz ihres Mannes Osiris fand, welcher vorher von seinem Bruder Seth umgebracht wurde.
Seth hatte Osiris zerstückelt und die Teile seines Körpers im ganzen Land verstreut. Isis fand mit ihrer Schwester alle Teile wieder, doch ihr Mann wollte ins Jenseits übergehen. Isis wurde daraufhin Schwanger und gebar den Gott Horus.
Nicht zuletzt durch seine idyllische Umgebung ist der Isis Tempel von Philae einer der schönsten an den Ufern des Nils.
Hatshepsut Tempel
An der östlichen Seite des Nils, gegenüber von Karnak, befindet sich ein Tempel, welcher sich in Struktur und Bauweise von den meisten ägyptischen Tempeln unterscheidet. Der Tempel wurde zwischen 1480 und 1470 vor Christus vom Architekt Senenmut in einer felsigen Landschaft erbaut, in welche er sich gut einfügt.
Dieser ungewöhnliche Terassentempel wurde zu Ehren und in Auftrag der Frau Hatshepsut errichtet, welche die Tochter Thutmosis I. war. Dieser regierte Ägypten für kurze Zeit, als er jedoch sehr früh verstarb herrschte seine Tochter als Nachfolgerin über das Land.
Dieser massive Tempel, welcher später auch als Totenstätte für Hatshepsut und ihre Familie genutzt wurde, ist nicht zuletzt wegen seiner außergewöhnlichen Bauweise einen Besuch wert.
Karnak Tempel
Die Karnak-Tempel, welche im gleichnamigen Dorf erbaut wurden, gelten als die größte Tempelanlage Ägyptens.
Neben drei großen Tempelbezirken, welche durch Mauern getrennt sind und den Göttern Amun, Month und Mut geweiht waren, beinhaltet dieses faszinierende Heiligtum den Aton-Tempel, welcher zu Ehren des Sonnengottes Aton erbaut worden ist.
Besonders beeindruckend ist der Tempelbezirk des Amun-Re, der eine massive Größe von 30 Hektar und einige architektonische Besonderheiten aufweist. An dieser riesigen Anlage wurden bis in die römische Kaiserzeit hinein immer wieder Erweiterungen und Umbauarbeiten durchgeführt.
Horus Tempel
In der am westlichen Nilufer liegenden oberägyptischen Kleinstadt Edfu, findet sich einer der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens.
Die altägyptische Tempelanlage liegt am westlichen Stadtrand und war dem Lokalgott Hor-Behdeti ("Horus von Edfu") gewidmet, aus diesem Grund wird die Ruine auch Horus Tempel genannt. Sie wurde auf den Ruinen eines älteren Heiligtums aus der Zeit Thutmosis III. erbaut.
Das Monument stammt aus der Zeit der Ptolemäer (306-30 v. Chr.) und ist im Gegensatz zu vielen anderen Tempelbauten sehr gut erhalten geblieben. Alle typischen Merkmale eines ägyptischen Tempels sind hier vorzufinden, außerdem kann man als Besucher erstaunlich viele Inschriften bewundern.
Luxor Tempel
Zur Zeit des neuen Reiches wurde im heutigen Luxor eine Tempelanlage zu Ehren des Gottes Amun, seiner Gemahlin Mut und dessen Sohn, dem Mondgott Chons, errichtet.
Dieser Tempel, welcher einer der wenigen ist die parallel zum Nil gebaut wurden, gehört zu den bedeutendsten Monumenten in Ägypten. Er wurde in den Jahren 1390 bis 1352 vor Christus erbaut.
Archäologischen Funden zufolge wird jedoch vermutet das die Tempelanlage auf die Ruinen eines wesentlichen älteren Bauwerks gebaut wurde.
Die Tempelanlage im ehemaligen Theben wurde zur Zeit des Amenophis III. erbaut und später noch um einige Gebäude erweitert. Durch eine beeindruckende Sphingenallee ist die Kultstätte mit der Tempelstadt Karnak verbunden, welche etwa 2500 m vom Luxor Tempel entfernt liegt.
Abu Simbel
Der kleine Ort Abu Simbel, der nur wenige Einwohner hat, ist durch die hier zu Ehren des Pharaos Ramses II. erbauten Felstempel bekannt geworden.
Die Tempelanlage von Abu Simbel besteht aus einem großen- und einem kleinen Tempel. Der große Tempel, dessen Eingang von vier überdimensionalen Statuen Ramses II. bewacht wird, war dem Pharao selbst geweiht. Den Hathor-Tempel der Nefetari hingegen hat Ramses zu Ehren seiner königlichen Gemahlin Nefetari errichten lassen.
Ramses Position entsprach der des Gottes Horus, folglich wurde seine Gattin in ihrem Tempel als die Göttin Hathor dargestellt. Auch diese Tempelanlage musste aufgrund von Überflutungen durch den Nassersee zwischen 1964 und 1968 180 m ins Landesinnere versetzt werden.
Kom Ombo
Der Ort Kom Ombo liegt an der Ostseite des Nils und hat 70.000 Einwohner. Diese oberägyptische Stadt ist für den nahe dem Dorf Darau stattfindenden größten Kamelmarkt Ägyptens bekannt, außerdem findet man hier die Ruinen des altägyptischen Doppeltempels von Kom Ombo.
Aufgrund seiner damaligen Funktion als Doppelheiligtum, welcher dem krokodilgestaltigen Gott Sobek und dem falkenköpfigen Gott Haroeris geweiht war, ist das Bauwerk der Länge nach in zwei symmetrische Hälften geteilt worden. So konnten beide Tempel in einem Gebäude untergebracht werden. In der rechten Hälfte wurde Sobek verehrt, der linke Teil war Haroeris geweiht.
Der Tempel wurde 250 v. Chr. in der ptolemäischen Zeit errichtet. Kom Ombo mit dem beeindruckenden Doppeltempel steht weit oben auf der Liste der Ausflugsziele rund um den Nil.
Edfu
Edfu ist eine oberägyptische Kleinstadt mit etwa 60.000 Einwohnern und liegt am westlichen Ufer des Nils.
Durch die sehr gut erhaltene Tempelanlage, welche dem falkenköpfigen Lokalgott Horus von Edfu gewidmet war, ist der Ort bekannt geworden.
Neben diesem erstaunlichen Bauwerk befindet sich in Edfu noch ein weiteres interessantes Gebäude, welches ein Heiligtum der Göttin Hothar von Dendara war. Zunächst gehörte es wahrscheinlich zum Haupttempel, später wurde es dann als Mammisi ("Haus der Geburt") genutzt. Aus diesem Grund bezeichnet man es heute als Mammisi von Edfu.
Die Bewohner des Dorfes betreiben nach wie vor das uralte Töpfereigewerbe, außerdem gilt es durch einige Zuckerfabriken als Handelszentrum. Im Alten Reich war Edfu auch als "Wächterin des Tores von Elephantine" bekannt.
Assuan
Unterhalb des ersten Kataraktes am rechten Nilufer liegt die wunderschöne Stadt Assuan. Erst durch den Bau von zwei Staudämmen wurde die Stadt, welche in einer sehr heißen und trockenen Gegend liegt, weltbekannt. Assuan hat 220.000 Einwohner und ist die südlichste Stadt Ägyptens.
Zu den wenigen erhaltenen Bauwerken der Stadt gehört ein Isis geweihter Tempel. Außerdem liegen außerhalb von Assuan die Granit-Steinbrüche, aus denen viele der berühmten Obelisken und riesigen Statuen des Landes stammen. Darauf weist auch ein unfertiger Obelisk in einem der Steinbrüche hin, welcher mit seiner Fertigstellung an Größe kaum zu übertreffen gewesen wäre.
Des Weiteren befindet sich unweit von Assuan die Kitchener Insel, welche nicht zuletzt wegen ihres beeindruckenden botanischen Gartens einen Besuch wert ist.